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IMAGE - VIDEO - PERFORMANCE

„AmArrAdA A lA rAmA. Y de cómo me sacaba chucaque a diario“

(„Am Zweig festgewachsen. Und wie ich mich vom chucaque täglich befreite”)

In dieser Reihe der Video-Performances erforscht Barbara die Erweiterbarkeit von Ihrem Haar und die Möglichkeit, es in die natürlichen Enklaven der Stadt zu verweben. Sie bindet ihre Haarmähne fest, zieht und lässt los, schafft dadurch einen Moment der Spannung, Meditation und Heilung.

Dieser schmerzhafte und gleichzeitig angenehme Akt bezieht sich auf die medizinische Praxis des „Chucaque” in Peru. „Chucaque” ist die Krankheit des Schams. Durch das Ziehen von Haarsträhnen wird „Chucaque“ entzogen bzw. geheilt.  Dieses Massieren der Kopfhaut ist ein Weg, um emotionale Blockaden zu lösen und den harmonischen Fluss der Lebensenergie wiederherzustellen. In den andinen Kulturen verstehen die Krankheits- und Heilpraxis-Vorstellungen den Körper, den Geist und die Seele als eine Einheit. Die medizinische Grundannahme für die Behandlung dieser Krankheit liegt in der Idee, dass das Haar, das durch Nervenenden verbunden ist, einen energetischen Kanal darstellt und daher ein empfindlicher Empfänger ist.

Indem die Handlung des „Chucaque”-Ziehens an öffentlichen Orten stattfindet und die Pflanzen als Heilerinnen eingesetzt werden, versucht Barbara, die kollektive Scham des von der Natur entfremdeten Lebens zu heilen. Barbara lässt mit diesen Vorgängen und deren Dokumentation eine neue Symbolik entstehen: Das Bild der Haare als Erweiterung des Körpers und als Anschluss an Geist und Umwelt sowie deren Stimulierung als Heilung.

 

RITUAL LITORAL

(Performance/Video 2014) in collaboration with Maria Isabel Noriega, Lima-Peru

 
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